Gastbeitrag von

Robin Preston

Street-Fotografie

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Street-Fotografie (c) Robin Preston

Street-Fotografie (c) Robin PrestonDie Street-Fotografie – oder Urban Photography – ist mit Sicherheit eines der fotografischen Genres, das zahlreiche Herausforderungen bietet. Man hat die Möglichkeit, seinen persönlichen Blickwinkel in alltäglicher Umgebung und somit eine einzigartige Situation festzuhalten. Es entstehen Perspektiven, die oft allen Regeln von Komposition und Technik trotzen. Street-Fotografie ist immer nahe am Street-Fotografie (c) Robin PrestonMenschen und daher auch für mich so spannend.

Personen in der Öffentlichkeit abzulichten erfordert Mut, schnelle Reflexe und natürlich eine gute Kameraausrüstung.
Um ein gutes Ergebnis zu erzielen, muss der Fotograf ein Teil der Szene werden, er darf nicht nur der passive Beobachter sein.

Es geht darum, in einem einzigen Bild eine ganze Geschichte zu erzählen und dabei die Bewegungen der Menschen und den richtigen Moment zu erspüren. Street-Fotografie erfordert die Fähigkeit, diesen besonderen Moment voraus zu ahnen. Inspiration finde ich an jeder Straßenecke. Es gibt so viele interessante Menschen, Details und Geschichten, die erzählt werden möchten, dass ich mich tagelang ganz in dieser Art der Fotografie verlieren kann. Vielleicht mag ich sie auch deshalb so sehr, weil sie das komplette Gegenteil von der ständig durchgetakteten, minutiös geplanten Werbefotografie ist, die mich seit vielen Jahren begleitet. Hier kann ich mich treiben lassen und auch eine mir so vertraute Stadt wie London immer wieder mit neuen Augen sehen.

Ich persönlich arbeite voll manuell, aber das verlangt viel Erfahrung. Street-Fotografie ist für mich wie eine Jagd nach Augenblicken. Street-Fotografie (c) Robin PrestonIch jage Bilder anstelle von Tieren, aber der Ablauf scheint mir sehr ähnlich:  wenn du zu lange zögerst, ist der Augenblick vergangen und das Bild einfach weg. Deshalb spreche ich Menschen oft gar nicht im Vorhinein an, sondern erst nachdem ich das Bild gemacht habe. So bewahre ich mir den Spirit echter Street-Fotografie, denn mit Vorankündigung ist vieles gestellt, wirkt gekünstelt und streng genommen handelt es sich dann auch um Street-Portraits und nicht mehr um echte Street-Fotografie.

Street-Fotografie (c) Robin PrestonMeine drei Top Tipps:
1. Reise nach London, wo es nach wie vor kein Problem ist, Menschen abzubilden.
2. Wenn du dich nicht traust manuell zu arbeiten, schalte Zeit- oder Blenden-Automatik ein.
3. Besonders gut geeignet sind Objektive mit einer Brennweite von 33 mm – 50 mm. Hast du die Zeit-Automatik eingeschaltet, so empfehle ich Blende 5.6.

So weit ein paar Gedanken meinerseits zur Street-Fotografie. Möchtet ihr mehr erfahren? Auf der Photo+Adventure halte ich am Pfingstsonntag um 12:30 Uhr einen Vortrag auf der Fotobühne, der mit einem Messeticket kostenfrei zugänglich ist: „Von London bis Vegas“. Ihr seid herzlich eingeladen, vorbeizuschauen. Gerne zeige ich euch dort noch weitere Bilder und gebe ein paar zusätzlich Tipps. Street-Fotografie (c) Robin Preston

 

Fotos: Robin Preston

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Robin Preston

Robin Preston ist seit fast 40 Jahren als Profifotograf unterwegs und hat weltweit für viele namhaften Kunden gearbeitet, darunter Publicis, Jwt, Euro RSCG, Jung v Matt,  Ogilvy, TBWA, Saatchi and Saatchi, Mercedes, Audi, BMW, GM und Mazda. Als Alphatester für Adobe Photoshop CS, Nikon Ambassador und Senior Evangelist für Wacom Europe war und ist seine Erfahrung stets gefragt.

Robin hält europaweit Vorträge und Workshops, zudem schreibt er Artikel für Zeitschriften wie Advanced Photoshop, Digit Magazine, Profifoto, Digital Photographer, Nikon Pro Magazine und Photoshop Creative.

Weitere Bilder von Robin gibt es auf seiner Webseite unter https://www.robinpreston-photographer.net.

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