Weihnachtsmarkt, © Klaus Wohlmann
© Klaus Wohlmann

Wunderbare und zauberhafte Weihnachtszeit!

Verena hat Tipps zum Fotografieren auf dem Weihnachtsmarkt für euch zusammen gestellt, mit denen ihr die zauberhafte Weihnachtsstimmung gekonnt einfangt und unsere Referenten laden euch zu Weihnachtsmarkt-Workshops in verschiedenen Städten ein.

Fotografieren auf dem Weihnachtsmarkt

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Weihnachtsmarkt, © Klaus Wohlmann

Ein fantastischer Sommer liegt hinter uns und langsam wird es wirklich herbst- und winterlich. Tatsächlich steht auch schon die besinnliche Zeit des Jahres vor der Tür. Am kommenden Wochenende öffnen bereits die ersten Weihnachtsmärkte ihre Büdchen.

Ein Weihnachtsmarkt strahlt für mich immer diesen Zauber aus – es ist der besondere Duft, der Glanz der Lichter, es sind die wunderbaren Hütten und Stände, die ihre Spezialitäten anbieten. Dazu gehören kleine und große Besucher, die Zeit haben zu Bummeln und zu Genießen. Gerade zur späten Stunde, wenn es langsam dämmrig wird, dann entsteht dieser besondere Vorgeschmack auf Weihnachten – diese Mischung aus Gerüchen, Lichtern, Erinnerungen und Erwartungen. Eigentlich genau die richtige Spielwiese, um die Kamera auszupacken und die Stimmung einzufangen. Tolle Motive gibt es schließlich mehr als genug.

Ihr wollt tolle Fotos von Weihnachtsmärkten machen? Wir haben Euch ein paar Tipps zusammengestellt, damit es nicht nur bei Schnappschüssen bleibt, sondern ihr mit den Bildern wirklich zauberhafte Atmosphäre und Geschichten transportieren könnt.

Die Vorbereitung

Weihnachtsmarkt, © Klaus WohlmannMit euren Fotos wollt ihr Emotionen festhalten und erlebbar machen. Unter Zeitdruck wird es schwierig. Nehmt euch also viel Zeit für euren Weihnachtsmarktbesuch. Noch besser ist es, wenn ihr schon einmal vorher den entsprechenden Weihnachtsmarkt besucht habt, ohne Kamera. Vielleicht schon ein paar Szenen/Motive/Details bemerkt? So zielgerichtet baut ihr euch keinen Druck auf, wenn ihr dem perfekten Motiv hinterherrennt. Vorbereitung kann hier sehr hilfreich sein.

Auf die richtige Kleidung kommt es an

Kalte Finger, schniefende Nase, rauer Hals – ganz wichtig: packt euch mucklig warm ein. Aber so, dass ihr euch noch bewegen und die Kamera vernünftig bedienen könnt. Mein Lieblingsaccessoire fürs Fotografieren im Kalten sind Fingerhandschuhe – gerne so, dass man den „Fäustling“ über die Spitzen klappen kann.

Das muss mit

WeihnachtsmarktWenn es sein muss, dann eine Fototasche, aber nicht zu riesig. Sie sollte gut sitzen und euch nicht behindern. Auch solltet ihr nicht zu viel Krams mitnehmen, damit die Tasche nicht zu schwer wird. Besser, weil einfacher in der Handhabung, wäre ein Kameragurt und das Verstauen des übrigen Equipments in den Jakentaschen oder am Körper. Denn Langfinger sind gerne auf den Weihnachtsmärkten unterwegs und auch die heißen, fettigen, klebrigen Spezialitäten sind ein ziemlicher Feind für euer Equipment.

Ihr braucht ansonsten, was eigentlich immer bei Fotoexkursionen dabei sollte: Ersatzspeicherkarte, Ersatzakkus, ein Makroobjektiv (wenn ihr euch auf Details spezialisieren wollt, was sich auf dem Weihnachtsmarkt besonders anbietet). Stativ nicht vergessen, denn lieber länger belichten als die schöne (Licht-) Stimmung tot blitzen.

Der Zeitpunkt

Weihnachtsmarkt, © Klaus WohlmannAm schönsten wird es, wenn es langsam dunkel wird. Dann wirken die Lichter besonders toll. Was natürlich auch gleichzeitig eine Herausforderung für  jeden Fotografen ist: helles Licht und Dunkelheit. Für diese starken Lichtschwankungen empfehlen sich ein lichtstarkes Objektiv und ein Bildstabilisator sowie das Stativ.

Es wird natürlich auch immer voller, je später ihr loszieht. Hier müsst ihr abwägen, was euch wichtiger ist.

Technisches: Blitz, ISO, Filter

Das klassische direkte Blitzlicht eurer Kamera kann durch starke Schatten die ganze Stimmung ruinieren. Dazu wirken gerade Vordergrundmotive flach und nicht tief genug. Nutzt vorhandenes Licht, indirektes Licht, und erhöht die ISO. Die Weihnachtsmarktatmosphäre verlangt nicht unbedingt nach sehr scharfen und rauschfreien Bildern – testet einmal, ob das Bildrauschen durch einen höheren ISO-Wert (oder der ISO-Automatik) zu verkraften ist und ob das Motiv noch wirkt.

WeihnachtsmarktPraktischer Tipp: damit eure Bilder auch bei längeren Verschlusszeiten gelingen, solltet ihr ein Objektiv mit Bildstabilisator mitnehmen. Und ein Stativ. Vorzugsweise ein Einbeinstativ – da es wesentlich handlicher als ein Dreibeinstativ ist und nicht im Weg steht. Gerade bei der Langzeitbelichtung solltet ihr eins dabei haben. Bewegende Motive bleiben jedoch nur dann scharf, wenn die Belichtungszeit sehr kurz ist. Mit einer langen Belichtungszeit wirkt euer Bild dynamischer, denn so fangt ihr die Bewegung besser ein. Orientiert euch bei der Belichtungsmessung an den hellen Punkten (z.B. Lichterketten), nicht am dunkleren Hintergrund. Im Zweifel ist eine Belichtungsreihe das Mittel der Wahl, um am Ende die optimale Belichtung auszuwählen oder die Bilder am Rechner zum HDR-Foto zusammenzusetzen.

Noch ein Tipp: am besten fotografiert ihr im RAW-Format, damit ihr hinterher mehr Möglichkeiten bei der Nachbearbeitung habt (wie z.B. die Anpassung von Farbtemperatur und Farbstimmung, Lichtern und Schatten).

Motive – Hauptmotiv, Details, Perspektive

Es gibt auf einem Weihnachtsmarkt unendlich viel zu entdecken. Besonders werden eure Aufnahmen, wenn ihr auf Details achtet: Kerzen, dekorative Kugeln an einem Baum, eine kleine Spielzeugeisenbahn, Laternen oder Spiegelungen auf einer Weihnachtskugel (am besten mit einem Makroobjektiv fotografieren). Stellt die Details in den Vordergrund. Detailaufnahmen wirken viel intensiver als Übersichtsaufnahmen der Gesamtsituation. Und überlegt euch, mit welchen Motiven ihr die Stimmung einfangen könnt. Eine dampfende Glühweintasse? Christbaumkugeln? Was drückt ganz besonders die Gefühlslage aus? Was wollt ihr erzählen?

Ein anderer Blickwinkel: betrachtet den Weihnachtsmarkt von oben. Vielleicht gibt es einen Kirchturm, den man erklimmen kann oder ein hohes Gebäude?

Mutig sein

Ihr habt noch besondere Filter, wie einen Prismen-oder Stern-Filter zuhause rum liegen? Probiert diese doch mal auf dem Weihnachtsmarkt aus. Die erzielten Effekte könnten gut zur Stimmung passen. Wer keinen hat, bastelt sich schnell einen selbst. Wie das geht, seht ihr auf unserer Pinterest-Pinnwand „Foto-Bastelideen“.

Isoliert eure Motive zur Abwechslung mal. Wählt eine möglichst große Blendenöffnung und eine längere Brennweite. So minimiert ihr die Schärfentiefe. Das Ergebnis ist ein Motiv was sich scharf aus der Masse abhebt.

Einfach zu voll?

Weihnachtsmarkt, © Katrin SchmidtMenschenmassen wirken oft störend. Begebt euch entsprechend leicht in die Höhe (Treppe o.ä.) um leicht über den Köpfen zu fotografieren. Oder ihr nutzt die Langzeitbelichtung und zusätzliche ND-Filter und „entfernt“ so die Massen. Vielleicht muss es auch kein großer überlaufener Weihnachtsmarkt wie in Münster, Köln oder Nürnberg sein. Eine hübsche Atmosphäre gibt es auch auf den kleineren Märkten und es kommt auf die Details an, nicht unbedingt auf den Dom oder ein besonderes Rathaus im Hintergrund.

Rechtliche Tipps – Persönlichkeitsrechte

Die DSGVO ist in aller Munde und die meisten Fotografen sind verunsichert, was sie ablichten dürfen und was nicht. Schon immer war es problematisch, Personen ohne deren Genehmigung zu fotografieren und zu veröffentlichen. Aber es gab auch schon immer Ausnahmen, zum Beispiel wenn sie nur „Beiwerk“ und nicht das Hauptmotiv sind oder wenn sie an Versammlungen teilgenommen haben. Wir empfehlen euch, den Artikel auf der Website des DVF zu diesem Thema zu lesen. Im Zweifel holt euch die Fotoerlaubnis (schriftlich!) oder lichtet die Personen nicht so ab, dass sie kenntlich sind. Natürlich ist es eine Alternative, ein Model mit auf den Weihnachtsmarkt zu nehmen oder die Freunde und Familie mit einzubeziehen.

Mit den Profis auf den Weihnachtsmarkt

Weihnachtsmarkt, © Katrin SchmidtFür alle, die noch mehr Erfahrung aus der Praxis hören und sich direkt mit einem Profifotografen austauschen möchten, bieten wir euch einige Weihnachtsmarkt-Workshops in den verschiedenen Regionen an. Unsere Referenten erklären euch anschaulich, wie ihr mit den unterschiedlichen Lichterverhältnissen klar kommt, ihr eure Bilder aufbauen solltet, auf welche Perspektive es ankommt und wie ihr Stimmung am besten transportieren könnt.

Mit Olaf Schieche (ZOLAQ) geht es am 14.12. auf den Hamburger, am 16.12. auf den Bremer Weihnachtsmarkt.  Klaus Wohlmann nimmt euch am 28.12. mit zum phantastischen Lichter Markt im Fredenbaumpark nach Dortmund, wo jährlich der Weihnachtsmarkt in mittelalterlicher Stimmung inszeniert wird.

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Die Autorin

Verena Heroven

Verena Heroven

Partnermanagement & Marketing

Dipl. Medienwirtin, Schwerpunkt Marketing

Ihre Familie, vor allem ihre beiden kleinen Töchter, sind ihr Lebensmittelpunkt. Verena ist außerdem sportbegeistert und immer auf der Suche nach neuen Baustellen, sei es zu Hause, privat oder im Job. Verena schlägt ein Glas Sekt nicht aus, hat eine gesunde Portion Biss und ist extrem begeisterungsfähig. Stillstand gibt es bei ihr nicht und Schlaf wird zudem ja auch eher überbewertet ...

Zuständig für: Kooperationen, Partnermanagement & Marketing

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